CPC is still alive - still going strong
Sollte jemand wie ich vor Jahren in einem Anfall geistiger Umnachtung seinen CPC verkauft haben, wird die Reue zwar groß sein, zum Glück bedeutet das jedoch keinen endgültigen Abschied vom CPC. Dank diverser Emulatoren kann jedes CPC Programm und jedes CPC Spiel (und davon gibt es eine unüberschaubare Fülle als sog. *.dsk files legal downloadbar im Internet) auch auf modernen Pentiums völlig problemlos abgespielt  werden. Die beste Adresse - weil über 2000 Proggies - für CPC stuff ist  ftp://ftp.nvg.ntnu.no/pub/cpc/

 
Es ist natürlich auch ein erhebender Anblick, den blau-gelben  CPC prompt auf dem Monitor seines Pentiums zu sehen. Welch wohltuende Unterscheidung zu den bunten Windows Bildchen........

 
Die tapferen Schneiderlein: 
CPC Reihe von 
Schneider/Amstrad
Hier CPC464
Der CPC 464 (CPC steht für Colour Personal Computer) war bei seinem Erscheinen 1984 
eine kleine Sensation: Schneider (eigentlich Amstrad) brachte als ein Computer-Nobody gleich 
mit seinem ersten Wurf einen Hit auf den Markt, der selbst Commodore ins Grübeln brachte.

Der CPC war dem Marktführer C64 in fast allen Belangen überlegen:

 

Der CPC wurde immer komplett geliefert. Das Bandlaufwerk ist fest in den Rechner eingebaut
(was im Falle eines Defekts allerdings weniger schön ist), der Monitor (grün oder in Farbe)
gehört auch immer dazu (allein schon deshalb, weil die Spannungsversorgung des Rechners
über den Monitor läuft).

Das Locomotive-Basic lässt das kümmerliche Basic 2 des C64 ziemlich alt aussehen.
Beim CPC sind alle Befehle enthalten, um Grafik- und Soundmöglichkeiten des   Rechners direkt auszunutzen (beim C64 geht das nur über Befehlserweiterungen oder Assembler Programmierung). 
 

Der CPC hat mit dem 6845 einen sehr flexiblen Videochip, der 20 x 25 Zeichen (160 x
200 Pixel), 40 x 25 Zeichen (320 x 200 Pixel) und 80 x 25 Zeichen (640 x 200 Pixel)
darstellen kann. Zudem ist der CPC damit in der Lage, diese Modi auch gleichzeitig gemischt darzustellen.
 

Der Sound beim CPC klingt zwar nicht ganz so satt wie die SID-Klänge des C64, aber
dafür bietet er echten Stereoton. Durch den eingebauten Lautsprecher kann man sich die
Klänge auch ohne angeschlossenen Verstärker anhören, aus rein ästhetischen Aspekten
ist das aber nicht empfehlenswert.


 
Bekannte Leute aus der CPC-Szene (z.T. heute noch aktiv) und geschätzte "contacts" von mir waren neben vielen anderen:
Mr. AMS - Marabu - Knutschfleck - Flying Pizza - Gryzor - M.V. - Facehugger - Gerdes - Stony
*** lots of greetingx to all ***

 
Der CPC 664

ffür screenshots von CPC-Spielen BOMB JACK anklicken

Der CPC 664 kam 1985 als Nachfolger des überaus erfolgreichen CPC 464 auf den Markt. Technisch sind beide Geräte nahezu identisch, die große Neuerung beim 664 ist das eingebaute 3"-Diskettenlaufwerk (statt des Bandlaufwerks beim 464). Zu dieser Zeit war das Rennen zwischen dem 3"- und dem 3,5"-Format noch nicht entschieden, später wurden die 3"-Disketten jedoch leider zu absoluten Exoten. Um die Kompatibilität mit älterer CPC-Software, die von Kassette nachlädt, zu erhalten, konnte man extern an den 664 einen Kassettenrecorder anschließen.
Die Tastatur wurde auch leicht verändert, das Design etwas seriöser in grau/blau gehalten statt der vielen bunten Tasten beim CPC 464.

Dem 664 war als Nachfolger des CPC 464 aber kein langes Leben beschieden, denn im selben Jahr kam bereits der Nachfolger, der CPC 6128 mit 128 KByte RAM heraus.

CPC 664

 
Mein eigener CPC6128 hat über 10 Jahre hinweg trotz intensivsten Einsatzes klaglos und störungsfrei gewerkelt. Abstürze waren dem System unbekannt. Es gab in diesen Jahren diverse Zeitschriften, die sich ausschließlich dem CPC widmeten und eine CPC Szene entstand, deren engagierte Mitglieder bis heute noch aktiv dabei sind. Der CPC erreichte Kultstatus (in GB und Frankreich noch mehr als in Deutschland)
Alle Spiele, die erschienen, wurden auch für die CPC-Reihe umgesetzt, so dass für den Schneider eine unüberschaubare Masse an qualitativ guten Spielen vorliegt.Wer will, kann diese games auch heute noch auf seinem Pentium spielen: Marco Vieth, CPC-ler der ersten Stunde und einer meiner ersten "contacts" der CPC-Zeiten, hat einen CPC-Emulator geschrieben, mit dessen Hilfe die "Oldies" auch auf einem PC laufen.
Thanks a lot to M.V. for giving this emulator to the DOS-world and lots of greetingx.
Der CPC 6128
CPC6128
Der CPC 6128 ist praktisch identisch zum CPC 664. Allerdings wurde ihm die doppelte Speicherkapazität spendiert, nämlich 128 KByte (wie bei den damaligen Rechnern üblich über Bankswitching à 64 KByte). Da beide Rechner 1985 auf den Markt kamen, setzte der 6128 dem 664 bei seinem Erscheinen ein schnelles Ende.