Dachgeschoss
Dachkammer: Schlafkammer für Kinder und während der Erntezeit auch für Knechte und Mägde. Später schliefen unterm Dach die Kostgänger: Fremde, die in den frühen Fabriken arbeiteten und in Betzinger Häusern logierten.  Künstler in Betzingen: Seit der Mitte des 19. Jahrhundert reisten bedeutende Künstler von den Akademien in Düsseldof, München und  Stuttgart nach Betzingen, um Motive für die damals sehr beliebten ländlichen Genrebilder zu suchen. Der Ort hatte in der Zeit zwischen 1850und 1870 nahezu den Rang einer Künstlerkolonie. 
Heubarn: Ausstellungsraum mit den Themen: Kirche, Schule, Obrigkeit,Industrialisierung, Künstler und Fotografen im Dorf, Spinnstube und Vereine.
Betzinger in Tracht waren auch für die               aufkommende Fotografie ein beliebtes Motiv. In Ateliers entstanden ganze Serien zum "Volksleben in Schwaben", die auch als Postkarten verkauft  wurden.
Betzingen ist als Standort der ersten Textilfabriken im Reutlinger Raum von besonderer Bedeutung. Entlang der Echaz mit ihren Wasserkraftwerken siedelten sich ab 1846 mehrere Industriebetriebe an. Betzingen gehörte zu den frühen Arbeiterbauerndörfern Württembergs.
Für die Arbeiter gab es damals in den Fabriken noch keine Kantinen, in denen sie ein Mittagessen einnehmen konnten. Deswegen war es üblich, dass die Ehefrauen oder die Kinder die Essenträger waren und das Mittagessen für die Fabrikarbeiter in einem sog. "Henkelmann" zur Arbeitsstelle brachten.
Fabrikarbeiter mit "Henkelmann"