Juli 2005: Die ehemaligen Produktionsstätten der V1  Tragflächen verschwinden
Anfangs Juli rückten die Bagger an um mit dem Abriss des Detzel-Areals zu beginnen. Damit verschwinden gleichzeitig wichtige Zeugen einer ersten Industrialisierung in Betzingen, weil diese Gebäude zuerst als Strumpffabrik Schickhardt gedient haben, wo sehr viele Betzinger Frauen ein oft lebensnotwendiges Zubrot verdienen konnten. Verschwunden für immer auch die ehemaligen Produktionsstätten der V1 Tragflächen der damaligen unseligen Fa. Heim, in denen 500 Zwangsarbeiter die Tragflügel für Hitlers angebliche Wunderwaffe herstellen mussten.Das Areal soll noch in diesem Jahr mit einem Supermarkt überbaut werden.
In den 50er Jahren befand sich in diesem Gebäude auch noch das erste und meines Wissens auch einzige Kino in Betzingen: Das BELI (Betzinger Lichtspiele) Hier der ehemalige Eingang zum BELI Tristesse pur: Verfallene Eingangstüre zu einer der Sheddach-Hallen der Fabrikanlagen. Aus dieser Türe wurden erst Strümpfe, dann V1 Tragflächen, dann Babykleidung herausgetragen und verschickt.
ehemaliger Kinosaal des BELI
an dieser Kasse wurden die Kino Tickets verkauft
Inzwischen ist das Areal der ehemaligen Fabrikanlagen mit einem Parkplatz und einem Supermarkt überbaut worden (Fotos März 2008) und es erinnert nichts mehr an die V1 Tragflächenproduktion. Das einzig verbliebene Relikt aus dieser Zeit scheint mir dieser wohl vergessene Betonbunker zu sein.
Nun ist auch der letzte verbliebene Zeitzeuge, der an die Fa. Wilhelm Heim - Eisen- und Holzfabrik und an die V1 Tragflügelproduktion endgültig von diesem Stätte verschwunden. Am 24. April 2008 wurde der Einmannbunker abgebaut und an das Bunkermuseum in Stuttgart Feuerbach vergeben. Das "Bunkerle" stand einem geplanten Fußgängersteg im Wege..........
Ab gehts ins Bunkermuseum Stuttgart-Feuerbach. Schade, man hätte ihn auch mit wenig Aufwand ein paar Meter "weglupfen" und fast am ursprünglichen Standort belassen können