Der Georgenberg: Ein Vulkanembryo

 
Im Süden der Stadt erhebt sich der zweite Hausberg der Reutlinger,der Georgenberg, der 602 m hoch ist.

Auf den ersten Blick sieht er der Achalm sehr ähnlich, obwohl er gute 100 m niedriger ist. Beide Berge sind jedoch völlig unterschiedlicher Natur: Die Achalm ist ein Zeugenberg aus Weißjura, während ihr vermeintliches Pendant, der Georgenberg, vulkanischen Ursprungs ist 
 

Zur Entstehung des Georgenbergs:

Im Tertiär, vor etwa 12 Millionen Jahren explodierte in der Kirchheimer, Uracher und  Reutlinger Alb die Erde. Glutflüssiges Magma stieg in den Spalten der Kalkschichten hinauf und zerriss das Gestein, schleuderte Asche und Schlamm nach oben oder blieb als sog. Vulkanembryo in der Alb stecken. Daran erinnert der Basalt-Tuff, der am Georgenberg zu finden ist.

Der Berg hat seinen Namen von einer Georgskapelle, die sich, 1489 zum ersten mal urkundlich erwähnt, einst auf seinem Gipfel befand. Erst 1719, als die Kapelle schon gar nicht mehr existierte, tauchte zum ersten mal der Name Georgenberg auf. In früheren Zeiten hieß er Echitzenberg oder Echetzenberg.
Pfullinger und Reutlinger besaßen Weingärten am Georgenberg. Sie gaben immer wieder Anlass zu Streitereien, die 1749 im "Weinberg-Krieg" sogar zu blutigen Zusammenstößen zwischen Reutlinger und Pfullinger Wengerter führten, die vom württembergischen Militär beendet werden mussten.

Obwohl der Georgenberg vulkanischen Ursprungs ist und der Berg auch eine geradezu klassische Vulkanform besitzt, wird es eine solche Erscheinung wie in der nebenstehenden Fotomontage mit Sicherheit niemals geben. Eine Lava-Eruption am Georgenberg hat  - auch vor Jahrmillionen - noch nie stattgefunden.