Werner's sightseeing tour
    Friedrich-List-Denkmal. Friedrich List, geb. 1789 in Reutlingen, gest. 1846 in Kufstein; Nationalökonom, Eisenbahnpionier, Publizist, Vorkämpfer für die deutsche Zolleinheit. Das Denkmal von Gustav Kietz wurde 1863 enthüllt.

Stiftung für konkrete Kunst.1989 eröffnetes Museum für moderne Kunst in der ehemaligen Metalltuch- und Maschinenfabrik Christian Wandel; außerdem "Städt. Galerie in der Stiftung" sowie "Industrie-Magazin" in den Sheddach-Hallen. Erbaut 1908 bis 1911; bei Bombenangriffen 1945 schwer beschädigt; Wiederaufbau bis 1954. ( Tel. 07121 - 370328 und 25740, Mi u. Sa 14 - 18 Uhr; Mo, Di, Fr. nach telefonischer Vereinbarung)

Gerber- und Färberbrunnen.Errichtet 1921 von Josef Zeitler anstelle des "Löwenbrunnens". Gerber und Färber symbolisieren den Reutlinger Gewerbefleiß.

"Klein-Venedig"
Das ehemalige Viertel der Reutlinger Gerber, im Volksmund "Klein-Venedig" genannt ist leider verschwunden, einst ein charakteristisches Wahrzeichen der Stadt.
Das Aquarell von Paul Wilhelm Keller zeigt "Klein-Venedig" um 1880 mit den Häusern der Gerbern und den ins Wasser gebauten Arbeitsstegen.

Nikolaikirche. 1358 als Kapelle geweiht. Skulptur des Kirchenpatrons von 1914 an der Choraußenwand. (Tel. 07121 / 492874, Führungen nach Vereinbarung)

Spital. "Neues Spital" 1333 erstmals genannt. Im Mittelalter Krankenanstalt; später hauptsächlich Altersheim der bürgerlichen Oberschicht. Mittelalterliches Prangerbild unter dem Dachgestirn; über dem Torbogen Spitalwappen (16. Jh.) von Hans Motz. Schwere Schäden im Stadtbrand 1726. Pfingsten 1849 fand in der Spitalkirche die Versammlung württembergischer Demokraten statt. Volksbildungshaus von 1922 bis 1978.

Marktplatz. Um 1180 erhielt Reutlingen vom Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa das Marktrecht verliehen. Kleinpflaster zeigen den Grundriß des Renaissance-Rathauses, das beim Stadtbrand 1726 zerstört wurde.

Marktbrunnen. 1570 geschaffen von Leonhard Baumhauer; 1901 erneuert von Carl Lindenberger. Auf der Brunnensäule eine Ritterskulptur Kaiser Maximilians II. (1527-1576), der 1576 die zünftisch-demokratische Verfassung der Reichsstadt Reutlingen restituierte.

Rathaus. Zwei Verwaltungstrakte sowie das auf Säulen gestellte Ratsgebäude bilden den Rathauskomplex. Baubeginn 1962; Einweihung 1966; Pläne von Prof. Tiedje und Dipl.-Ing. Volz. Vor dem Ratsgebäude die Plastik "Stadtzeichen 1972/86" von Otto Herbert Hajek. (Tel. 07121 / 303-2660; Mo., Di., Fr. 8 Uhr - 11.30 Uhr, Mi. geschlossen. Do. 8Uhr - 11.30 Uhr u. 14 Uhr - 17.30 Uhr. "Galerie im Rathaus" Tel. 07121/303-2322 Mo-Fr 10-17Uhr, So. 10-12Uhr und 14-17Uhr.)

Tübinger Tor. Erbaut zwischen 1220 und 1240; einzig erhalten gebliebenes Haupttor der mittelalterlichen Befestigungsanlage. Spätgotische Kreuzigungsgruppe im Dreipaß an der Außenseite. Fachwerkaufsatz aus dem 16. Jahrhundert.

Stadtbibliothek. Historische Bibliotheksstiftung 1652 durch Bürgermeister Matthäus Berger (1588-1661). Moderner Neubau errichtet zwischen 1982 und 1984 nach den Plänen des Architekturbüros Prof. Rossmann und Partner; 1985 eingeweiht. (Tel. 07121 /303 - 2855, Di. - Fr. 10 Uhr - 19 Uhr, Sa. 10 Uhr - 13 Uhr)

Spendhaus. Errichtet 1518 als Fruchtkasten der Spendenpflege. Von 1858 bis 1891 Sitz der Webschule; Stadtbücherei bis 1985. Seit 1989 Städtisches Kunstmuseum mit Sammlungsschwerpunkt "moderner Holzschnitt". Dauerausstellung zu HAP Grieshaber. (Kunstmuseum Spendhaus Tel. 07121/303-2213 Di-So 10-17Uhr, Do. 10-20Uhr)
 

Heimatmuseum. Ehemaliger Pfleghof des Klosters Königsbronn (Kr. Heidenheim). Steinhaus (13. Jh.; ältester Profanbau in Reutlingen) und Fachwerkbau (16. Jh.) wurden im 18. Jahrhundert unter einem mächtigen Giebeldach vereinigt. Im 19. Jh. Sitz der württembergischen Oberamtsverwaltung. Heimatmuseum seit 1939; im Heimatmuseumsgarten Lapidarium und spätgotische Kapelle. (Telefon 07121-303-2050 Di.-So. 10 - 17 Uhr, Do. 10 - 20 Uhr; Führungen nach Vereinbarung)

Marchtaler Hof. Ehemaliger Pfleghof des Klosters Obermarchtal. Erhalten geblieben ist die 1247 erstmals genannte Marienkapelle. Seit 1886 Sitz einer Freimaurerloge.

Friedrich-List-Gymnasium. Ehemaliges Barfüßerkloster; erste urkundliche Erwähnung von 1273; Auflösung 1535 und Abbruch der Klosterkirche. Nach erheblichen baulichen Veränderungen Spital, Zeughaus und, nach dem Stadtbrand 1726, auch Versammlungsort des Rates; im Innenbereich, dem sogenannten "Schwörhof" (jetzt Kanzleiplatz), huldigte die reichsstädtische Bürgerschaft alljährlich der neugewählten Obrigkeit. Von 1817 bis 1905 Kanzlei der württembergischen Kreisregierung; seit 1872 auch Schulgebäude.

Oberes Bollwerk. An der Stelle einer - heute abgetragenen - Geschützbastion des 16. Jahrhunderts konnte 1978 ein Teilstück der mittelalterlichen Stadtmauer freigelegt und rekonstruiert werden.

Eisturm. Rundturm der Zwingermauer; zwischen 1877 und 1906 als städtischer Eiskeller genutzt.

Stadtmauerhäuser.Entlang der Jos-Weiß-Straße liegen die seit dem 18. Jahrhundert in den Zwinger hineingebauten Häuser.

Zwinger. Freier Raum zwischen der Hauptmauer und einer vorgelagerten Zwingermauer als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Bei deren Abbruch ab 1818 blieben hier ein Stück Hauptmauer mit Wehrturm ("Kesselturm") sowie ein Stück Zwingermauer samt Rundturm erhalten.

Hermann-Kurz-Denkmal.Hermann Kurz, geb. 1813 in Reutlingen, gest. 1873 in Tübingen. Schriftsteller und 1848er-Redakteur. Die ursprüngliche von seinem Sohn Erwin Kurz geschaffene Denkmalbüste wurde 1889 enthüllt; nach deren Einschmelzung 1943 Marmor-Nachbildung von Heinrich Krauss.

Planie. Im 19. Jahrhundert errichtete Kastanien- und Lindenallee in Fortsetzung des 1836 zugeschütteten Gänseweihers. An der Kaiserstarße Denkmal von 1892 mit Marmorbüste von Kaiser Wilhelm I. und Portraitmedaillons von Kaiser Friedrich III., Bismarck und Moltke.

Lindenbrunnen. Geschaffen 1544 von Hans Huber; erneuert 1954.

Marienkirche. Erbaut 1247 bis 1343 als gotische Basilika; spätromanische Stilelemente im Chorbereich. Westturm (71m) mit vergoldeter Engelsskulptur von 1343. Im Stadtbrand 1726 schwer beschädigt; die innere Ausstattung ging verloren bis auf das spätgotische Heilige Grab und den Taufstein von 1499. Eine grundlegende Restaurierung im Sinne der Neo-Gotik erfolgte zwischen 1893 und 1901. 1988 wurde die Marienkirche zum "Nationalen Kulturdenkmal" erklärt. (Tel. 07121 / 492874; Di-Fr 10-12h und 15-17.30h, Sa. 10-12Uhr, So. 9-12 Uhr; Turmbesteigung nach Vereinbarung)

Naturkundemuseum.Im "Alten Lyzeum", einem nach dem Stadtbrand 1726 gestifteten Schulhaus für die lateinische sowie für die Knaben- und Mädchenschule, wird die städtische Naturaliensammlung eingerichtet. Diese war von 1891 bis 1987 im Spendhaus untergebracht gewesen und firmiert seit 1953 als "Städtisches Naturkundemuseum". Wiedereröffnung 1998.

Kirchbrunnen.1561 von Hans Motz errichtet. Dargestellt ist der Stauferkaiser Friedrich II. (1194 - 1250) mit der -verschollenen- Stadterhebungsurkunde. Erneuertes Standbild von 1903.

Zunftbrunnen. 1983 geschaffen von Bonifatius Stirnberg. Kleinstskulpturen stellen den für die zwölf Reutlinger Zünfte jeweils namengebenden Handwerkerberuf dar. Die Zünfte wurden nach 1862 aufgelöst.

Gartentor. Als "Neues Tor" 1392 erstmals genannt. Bis 1700 verschlossen gehaltenes Nebentor. Ausgang zur Gartenstraße seit deren Anlegung 1822. Erneuerter Gartentorbrunnen von 1931.

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