Ernst Kuzorra 
Ernst (Äänz) Kuzorra  gehörte bereits dem FC Schalke an, als die Spieler noch unter Tage als Bergleute auf der Zeche Consolidation hart malochen mussten, daraus entstand der heute noch geläufige Beiname für Schalkes Kicker: Die Knappen. Ernst Kuzorra bildete mit seinem Schwager Fritz Szepan in den zwanziger, dreißiger und vierziger Jahren das Herz der legendären Schalker Elf, die mit nur einer Ausnahme zehnmal in Folge im Endspiel um die deutsche Meisterschaft stand. Kuzorra wurde am 16. Oktober 1905 als Sohn eines Bergmanns in Gelsenkirchen geboren, 1919 bestritt er sein erstes Spiel für Schalke. Schon mit 17 Jahren spielte er regelmäßig in der ersten Mannschaft, wenig später war er bereits der bestimmende Spieler beim FC Schalke. Er stellte die Mannschaft auf, kümmerte sich um Verstärkung, engagierte und entließ die Trainer. Gemeinsam mit Fritz Szepan kreierte er den so genannten „Schalker Kreisel", eine überaus erfolgreiche, für den Gegner verwirrende Kombinationstechnik.
Von 1933 bis 1942 beherrschte die von Kuzorra aufgebaute Schalker Mannschaft den deutschen Fußball. Zur Legende wurde Kuzorras 2:1-Siegtor gegen Nürnberg beim Endspiel um die Meisterschaft 1928, als er trotz eines Leistenbruchs antrat und mit dem Schlusspfiff bewusstlos zusammenbrach. Sechsmal holte er mit dem Schalker Team die deutsche Meisterschaft (1934, 1935, 1937, 1939, 1940 und 1942). In der Nationalmannschaft kam Kuzorra zwischen 1927 und 1938 nur zwölfmal zum Einsatz (sieben Treffer), nicht zuletzt weil er sich dem Reichstrainer Otto Nerz nicht fügen wollte. 1948 beendete „Äänz" Kuzorra seine sportliche Laufbahn, blieb dem FC Schalke jedoch bis an sein Lebensende verbunden, zunächst als Trainer, dann als Präsidiumsmitglied und Berater, zuletzt als regelmäßiger Ehrengast mit stets qualmender Zigarre im Parkstadion. Ernst Kuzorra starb am 1. Januar 1990 in Gelsenkirchen, ein Schalker Fan legte ihm eine S04 Fahne mit ins Grab.